MOREIRA: «ICH SAGTE MEINEM TEAM, DASS ICH EINEM ITALIENER FOLGEN MUSS»
29 May·
Diogo Moreira hat beim MotoGP-Zeittraining in Mugello als Rookie einen wichtigen Schritt gemacht: Als einziger Honda-Pilot schaffte der LCR-Honda-Fahrer den Sprung in die Top-10 und damit den direkten Einzug ins Q2. Am Ende fehlten ihm lediglich 0,354 Sekunden auf die Spitze. Die 60-minütige Session war dabei von Unterbrechungen geprägt: Zunächst musste nach einem Crash die Yamaha von Fabio Quartararo von der Strecke entfernt werden, anschließend störte auch die KTM von Brad Binder den Ablauf.
Moreira ordnete seine Runde nach der roten Flagge ein. Vor der Unterbrechung sei er auf einer „sehr guten Runde“ gewesen. Mit frischen Reifen habe er bis ans Limit gepusht. Danach habe das Team lediglich den Hinterreifen gewechselt, allerdings habe der Reifenwechsel dazu geführt, dass der Hinterreifen zu stark auf den Vorderreifen „geschoben“ habe. Trotz dieser Schwierigkeiten habe er auf der Runde zweimal einen Sturz abfangen können. Am Ende habe es dennoch gereicht, das Ziel zu erreichen.
Der 22-Jährige betonte zudem, dass er sich bereits am Morgen mit dem Motorrad gut gefühlt habe. Dadurch sei es ihm möglich gewesen, seinen Flow beizubehalten und die schnelle Zeit „leichter“ zu finden.
Für seine Performance nannte Moreira eine taktische Entscheidung: Er habe seinem Team gesagt, dass er einem italienischen Fahrer folgen müsse, weil diese auf der Strecke die „richtigen Linien“ fahren. Zwar habe er auf der Runde einige Fehler gemacht, doch insgesamt sei man „auf einem guten Weg“. Für Samstagmorgen erwartet er, dass die Arbeit dadurch einfacher wird.
Auch mit Blick auf die Strecke beschrieb Moreira die Herausforderungen: Der schwierigste Teil sei es, „alles zusammenzubekommen“, weil die vielen Schikanen es schwer machen, eine perfekte Runde zu finden. Bei der Pace sei man jedoch zufrieden. Auf die Frage nach dem Gefühl bei Tempo um 350 km/h erklärte Moreira, dass sich das Bike deutlich stärker bewege als erwartet und er nicht wisse, ob es in diesem Jahr mehr Wellen auf der Strecke gebe. Dennoch genieße er es, in Mugello zu fahren.