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MOTOGP ERLÄSST NEUE REGELN ZUM PITLANE-EINFAHREN NACH MARC-MARQUEZ-AFFÄRE IN JEREZ

4d ago·

🇬🇧

Die MotoGP hat die Regeln für die Einfahrt in die Boxengasse präzisiert, um eine zuvor als „Grauzone“ wahrgenommene Vorgehensweise zu schließen, die Marc Marquez beim Sprint in Jerez im April ausgenutzt hatte. Der Ducati-Pilot sorgte damals für Diskussionen, nachdem er nach einem Sturz im letzten Kurvenbereich in die Boxengasse gefahren war, um einen Bike-Wechsel vorzunehmen. Im Regen-Sprint hatte Marquez dabei die Boxengasse über Gras erreicht, um auf das nasse Motorrad zu wechseln, und gewann anschließend den Sprint.

Obwohl Marquez nach den damaligen Vorgaben formal keine Regel verletzt hatte, forderten Teile des Paddocks eine Verschärfung. Hintergrund war insbesondere die Frage, ob die Einfahrt in die Boxengasse ausschließlich über die vorgesehenen Bereiche erfolgen darf. Laut Crash.net wurde die entsprechende Formulierung in den vor dem Event an die Teams gerichteten Informationen ab dem französischen Grand Prix angepasst, um das Betreten der Boxengasse auf Wegen außerhalb der offiziellen Ein- und Ausfahrtroute zu unterbinden.

Nun ist diese Klarstellung offiziell im Regelwerk verankert. In einer Mitteilung der FIM Grand Prix Commission heißt es, die „Pit Lane Procedures“ seien in den Vorschriften aktualisiert worden, im Einklang mit dem Pitlane-Einfahrprotokoll, das Race Direction vor dem französischen Grand Prix herausgegeben hatte. Demnach ist in allen Sessions einschließlich Rennen die einzige erlaubte Ein- und Ausfahrt in die bzw. aus der Boxengasse die Nutzung des festgelegten Ein-/Ausgangs und der Route, die durch die gestrichelte weiße Linie markiert ist. Dabei soll der Fahrer der Boxeneinfahrstraße folgen und den vorgesehenen Timing-Point für die Boxeneinfahrt überqueren. Falls die gestrichelte Linie nicht überquert oder die komplette Ein-/Ausfahrtsstrecke nicht genutzt wird, können die Stewards je nach Situation Strafen verhängen.

Zuvor war in Jerez unter anderem festgelegt, dass ein Überqueren der weißen Linie in Richtung Boxengasse auf der linken Seite nicht erlaubt war. Marquez wurde damals nicht als Regelverstoß gewertet, weil er von links in die Boxengasse kam. Zudem habe er sich beim Wiedereintritt nicht gefährlich verhalten, die Boxengeschwindigkeitsbegrenzung nicht überschritten und keine Marshal-Anweisungen ignoriert, da sein Motorrad nach dem Sturz noch lief.

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