MOTO GP-TEAMS EINIGEN SICH: RIDE-HEIGHT-DEVICE AB SOMMERPAUSE BEI STARTS VERBOTEN
3d ago·

Nach dem schweren Unfall von Johann Zarco beim Catalan Grand Prix haben sich die MotoGP-Teams auf neue Maßnahmen für die Startphase geeinigt. Wie berichtet wurde, fanden seit dem Vorfall mehrere Treffen zwischen den Teams und dem MotoGP Sports Entertainment Group (ehemals Dorna) statt. Ziel ist es, das Risiko von schweren Kollisionen in den ersten Metern nach dem Start zu verringern.
Zarco war in Barcelona mit Francesco Bagnaia (Ducati) und Luca Marini (Honda) zusammengestoßen. Der LCR-Honda-Pilot zog sich dabei umfangreiche Schäden am Knie sowie eine Verletzung am Knöchel zu, verpasste die letzten beiden Rennen und wartet weiterhin auf eine Operation. Der Unfall gilt als Auslöser für die Diskussionen über die Sicherheit beim Start.
Konkret wurden zwei Regeländerungen vereinbart: Für die Rennen in Brno und Assen bleibt das bisherige Prozedere zunächst unverändert. Ab dem Deutschland-GP wird der Abstand zwischen den Startreihen um drei Meter vergrößert. Durch eine größere Streuung des Feldes soll es an der ersten Kurve weniger zu „Stau“ und Gedränge kommen.
Zusätzlich wird nach der Sommerpause, also ab dem Neustart in Silverstone, der Einsatz von Ride-Height-Devices beim Start untersagt. Später im Rennen sollen die Systeme jedoch weiterhin erlaubt sein. Damit handelt es sich zunächst um eine Teilmaßnahme, die auf ein vollständiges Verbot im Jahr 2027 hinausläuft, das bereits grundsätzlich vereinbart worden war.
Die Änderungen müssen noch der Grand Prix Commission zur Genehmigung vorgelegt werden; laut Bericht gilt das als Formalie, solange sich bei einem Test beim Tschechien-GP keine größeren Probleme zeigen.
Unter den Beteiligten herrscht demnach „breiter Konsens“. Jack Miller von Pramac hatte sich zuletzt besonders deutlich gegen die Ride-Height-Devices positioniert. Er sagte, er sei „ziemlich laut“ gewesen, was die Geräte betrifft, und führte aus, dass die Situation in Kurve eins chaotischer werde, weil „alle“ das System nutzen. Dadurch gebe es keinen klaren Vorteil mehr: „Wir kommen alle zur gleichen Zeit an. Wir müssen alle ungewöhnlich viel bremsen, um erstens das Hinterrad wieder zu stabilisieren und zweitens, die Front von 130 mm zu lösen.“ Miller verwies außerdem auf die Inkonsistenz beim Bremsverhalten: Der Abstand zum Vordermann schließe sich, stabilisiere sich und schließe sich dann erneut – „und das ist einfach ein Ride-Height-Device-Problem“.
Neben Zarco gab es vor dem Sommer weitere schwere Szenen: Alex Marquez (Gresini) stürzte nach einem Zusammenprall mit Pedro Acosta, dessen KTM-Bike ausgefallen war. Das führte zu einer roten Flagge; der Neustart dauerte nur eine Runde, bevor es erneut zu einer Unterbrechung kam. Auch Marquez verpasste die letzten beiden Rennen, wirkt aber laut Bericht näher an seiner Rückkehr.