MOTOGP ERHÖHT AB DEM DEUTSCHLAND-GP DEN ABSTAND IM STARTGITTER
3d ago·

Die MotoGP soll am Samstagabend beim Balaton Park in Ungarn einen neuen Startgrid-Versuch nach dem Vorbild der Formel 1 durchführen. Laut Sky Italia ist dabei eine Umstellung von der bisherigen Dreier-Reihenaufstellung auf ein Layout mit zwei Fahrern pro Reihe geplant. Als Ziel wird vor allem mehr Platz zwischen den Motorrädern genannt, um die Sicherheit beim Einlenken in Kurve 1 zu erhöhen.
Hintergrund sind Überlegungen, die nach schweren Zwischenfällen beim Catalunya-Event angestoßen wurden. Genannt werden Unfälle von Alex Márquez sowie – nach dem Restart – Johann Zarco. MotoGP-SEG-Chef-Sportdirektor Carlos Ezpeleta sagte in diesem Zusammenhang, man habe begonnen, mit den Teams Verbesserungen zu prüfen, darunter auch das Startgrid selbst. Die Idee sei, „mehr Raum zwischen den Fahrern“ zu schaffen, damit sie „mehr Möglichkeiten zur Manövrierung“ hätten.
Zusätzlich berichtet Motorsport.com, dass die Teams vereinbart haben, die Distanz zwischen den Reihen auf dem Startgrid ab dem kommenden Deutschland-Grand-Prix zu vergrößern. Die Maßnahme stehe im Zusammenhang mit dem Mehrfachcrash in Turn 1 der Barcelona-Catalunya-Strecke beim ersten Restart des Catalan Grand Prix, aus dem Johann Zarco noch nicht vollständig genesen sei.
Historisch betrachtet hatte die MotoGP die Startaufstellung bereits von vier auf drei Fahrer pro Reihe reduziert (2004). Die kleineren Grand-Prix-Klassen folgten später erst 2011. Für die Zukunft würde ein „längerer“ Grid-Ansatz zudem die Bedeutung des Qualifyings weiter erhöhen, da pro Wochenende ohnehin zwei Startaufstellungen vorgesehen sind – seit der Einführung der Sprints.
Weitere Sicherheitsvorschläge nach Catalunya umfassen unter anderem die frühere Entfernung von Holeshot-Devices (bereits für 2027 verboten), zusätzlichen Schutz im Bereich des Hinterrads und des Schwingenarms sowie die Einführung von MotoGPs Crash Warning System.