NEIL HODGSON BEMERKT „MERKWÜRDIGE“ MARC-MARQUEZ-AKTION BEIM UNGARISCHEN GRAND PRIX
3d ago·

Marc Marquez kam zum Großen Preis von Ungarn als einer der Favoriten, nachdem er nach einer Verletzung in Mugello zurückgekehrt war, und zeigte sich in Balaton Park sofort in Topform. Nach seinem Comeback beim Italien-GP steigerte der 33-Jährige in Ungarn sein Tempo weiter: Er fuhrte am Freitag im FP1 und legte am Samstag noch einmal nach, als er sich die Pole-Position vor Pedro Acosta und Fermin Aldeguer sicherte.
Auch die Pole-Session hatte einen dramatischen Moment. Marquez stürzte im Qualifying in Kurve 1 von seinem Motorrad, und anschließend gab er zu, dass der Crash mit zu starkem Risiko zusammenhing. Nach dem Rennen beschrieb er es als „einen Fahranfänger-Fehler“ und sagte: „Ich bin in der ersten Runde zu hart gepusht, ein Fahranfänger-Fehler, weil ich gestürzt bin. Aber dann habe ich versucht, auf dem ersten Reifen zu überleben, und dann habe ich auf dem zweiten alles gegeben. Ich habe mich von Runde zu Runde immer besser gefühlt.“ Zudem erklärte er, dass sein Ansatz davon abhängt, die Bremsreferenzen anzupassen, während sich die Reifen verändern: „Ich nehme die Referenz von den Brems-Punkten, denn vom neuen Reifen zum gebrauchten Reifen ändert sich ziemlich viel.“
Marquez blickte außerdem darauf, wie sich Motorrad und Konkurrenz auf dieser Strecke zueinander verhalten. Während er meinte, dass Mugello seinen Stärken entgegenkam – weil sein Motor auf den Geraden stark ist – deutete er an, dass Ungarn eine andere Geschichte ist. „In Mugello war es okay, weil mein Motor auf den Geraden stark war und das ein großer Vorteil war“, sagte er. „Aber hier ist der Motor nicht super wichtig, und er fährt einfach super gut.“
Neben dem Tempo auf der Strecke gab es noch einen weiteren Gesprächspunkt aus der Boxengasse. Neil Hodgson, der Marquez nach dem Qualifying beobachtete, bemerkte bei einem Startversuch eine „komische“ Routine. Als Marquez zum Losfahren ansetzte, sah Hodgson, wie er seine Beine in einer Ausgleichsbewegung ausstreckte, bevor er losfuhr – zunächst mit beiden Füßen am Boden, dann hob er das linke Bein an, gefolgt vom rechten, wiederholte die Aktion zweimal, bevor er die Füße wieder auf den Boden stellte. Hodgson sagte bei TNT Sports: „Was ist das denn? Er hat das gestern gemacht; er macht so eine komische Balancier-Sache mit den Füßen. „Ich habe das noch nie gesehen; gestern auch; wir haben uns gefragt, worum es dabei geht. Aber dann hat er es einfach wieder gemacht.“
Mit der Pole im Rücken richtet sich Marquez’ Fokus nun auf den Sprint, bei dem er glaubt, dass er Reifen und Bedingungen managen muss, um seinen Schwung zu halten. „Schauen wir mal im Sprint-Rennen, ob wir auf eine gute Art überleben können“, sagte er. „Ich bin im Moment nicht bereit, mit Pedro (Acosta) zu kämpfen.“