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NEIL HODGSON WARNT: BEZZECCHIS „PROBLEM“ KÖNNTE DEN TITEL 2026 KOSTEN

4d ago·

🇬🇧

Vor dem Großen Preis von Ungarn in Balaton Park hat MotoGP-Experte Neil Hodgson Marco Bezzecchi gewarnt. Seiner Ansicht nach könnte eine konkrete Schwäche am Ende über den Titelkampf 2026 entscheiden. Bezzecchi kommt als Tabellenführer ins Rennen, doch Hodgson hält den Vorteil für „fragil“: Der Aprilia-Pilot hat nur 17 Punkte Vorsprung auf seinen Hauptkonkurrenten Jorge Martin.

Hodgsons Einschätzung basiert auf der Leistung der beiden in unterschiedlichen Rennformaten. Er betont, dass Bezzecchi in den längeren Sonntagsrennen stark ist: In den sieben bisherigen Rennen 2026 holte er in sechs Fällen das Podium. Das Bild ist bei den kürzeren Sprint-Events jedoch weniger überzeugend: Bezzecchi schaffte in Sprints bislang nur ein Podium und liegt damit hinter den Punkten zurück, die einen Titelkampf kippen können.

Martin hingegen wird als das Spiegelbild beschrieben. Hodgson sagt, Martin sei in dieser Saison im Sprintformat „der beeindruckendste Fahrer“, während er es an Sonntagen nicht in derselben Qualität abrufen kann. Trotz der gegensätzlichen Stärken bleibt der Kampf in der Tabelle eng – Martin ist weiterhin voll im Rennen.

Auch wenn Bezzecchi aktuell vorn liegt, glaubt Hodgson, dass Martin den Titel holen wird. „Für jetzt sehe ich Jorge Martin als Favoriten für die Weltmeisterschaft“, schrieb Hodgson. Er fügte hinzu, dass Martin noch dabei sei, das Maximum aus seinem Motorrad herauszuholen: „Ich denke, Martin arbeitet immer noch daran, wie er das Beste aus seinem Bike bekommt.“ Hodgson ordnete den Vergleich zudem als Entwicklungsfrage ein: „Ich denke, Bezzecchi fährt im absoluten Limit, aber Martin hat noch mehr Potenzial.“

Hodgson räumte ein, dass Bezzecchis Vorsprung bedeutet, dass er nicht „viel falsch“ macht. Dennoch bleibt er wegen der Gesamtbalance des Fahrers besorgt. „Marco führt die Meisterschaft, also kann man kaum sagen, dass er viel falsch macht, aber ich sorge mich, dass er die Balance nicht richtig hat.“

Das zentrale „Problem“ sieht Hodgson in Bezzecchis fehlender Explosivität. Er argumentiert, dass Bezzecchi seine Energie darauf konzentriert, sich für die Dominanz am Sonntag vorzubereiten – was ihm in den Sprint-Rennen am Samstag Punkte kostet. „Er scheint seine ganze Energie darauf zu verwenden, alles so einzustellen, dass er am Sonntag dominiert. Das bedeutet, dass er in den Samstag-Sprints Punkte liegen lässt“, sagte Hodgson. Anschließend verknüpfte er das mit dem Fahrstil und erklärte, warum er nicht davon ausgeht, dass sich das schnell ändern wird: „Das Problem ist: Er ist kein explosiver Fahrer.“

Um den Unterschied zu verdeutlichen, stellte Hodgson Martins Sprint-Ansatz Bezzecchis gegenüber. „Martin geht in Sprints, selbst wenn er nicht gut qualifiziert hat, von Anfang an richtig hart drauf. Bezzecchi ist einfach nicht so ein Typ – deshalb weiß ich nicht, wie viel Veränderung von selbst bei ihm kommen wird, wenn überhaupt.“

Da Bezzecchi im Fahrerlager allgemein als eher zurückhaltende Persönlichkeit gilt, deutete Hodgson an, dass seine Konstanz in den Grands Prix ihn dennoch auf den Weg zu seinem ersten Weltmeistertitel bringen könnte – vorausgesetzt, das Sprint-Defizit wird angegangen, bevor der Rückstand in der Meisterschaft zu groß wird, um ihn noch aufzuholen.

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