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LIBERTY MEDIA SOLLTE DUCATIS PLAN FÜR DIE FAHRERLISTE 2027 STOPPEN

26 May·

🇬🇧

Ein Paddock-Insider hat behauptet, Liberty Media solle in die Planung von Ducati für das MotoGP-Fahrerfeld 2027 eingreifen. Er argumentiert, die aktuelle Ausrichtung sei „nicht gesund für den Sport“ und die amerikanische, kommerziell geführte Gruppe müsse mehr tun, um das Starterfeld breiter aufzustellen.

Seine Aussagen, die gegenüber Speedweek weitergegeben wurden, spiegeln vor allem das wider, was im Fahrerlager bereits als weitgehend bekannt gilt: Pedro Acosta soll im nächsten Jahr in das Ducati-Werksteam wechseln und dort Francesco Bagnaia als Teamkollege von Marc Marquez ersetzen. Parallel dazu wird erwartet, dass das Satellitenteam Gresini den Moto2-Absolventen Daniel Holgado verpflichtet. Beim Catalan-GP-Wochenende soll zudem klar geworden sein, dass Joan Mir den zweiten Gresini-Platz einnehmen wird.

Neben den Schlagzeilen rund um Werksteam und Gresini hob der Insider außerdem hervor, dass nicht alle Ducati-nahen Teams ihre Kaderplanung bereits abgeschlossen haben. VR46 wird als das einzige Ducati-verbundene Team beschrieben, das sein Fahreraufgebot noch nicht finalisiert hat. Laut Bericht steht fest, dass Fermin Aldeguer von Gresini weg wechselt, während Fabio Di Giannantonio zu KTM geht. Für VR46 heißt es, Valentino Rossi arbeite an einer Liste mit vier Namen, um einen italienischen Fahrer zu finden: Luca Marini, Franco Morbidelli, Nicolo Bulega und Celestino Vietti.

Im Zentrum der Geschichte steht die Frage der Nationalitäten. Der Insider argumentierte, dass Ducati mit dem erwarteten Kader 2027 eine starke spanische Präsenz hätte. Er sagte: „Fünf der sechs Ducati-Fahrer im nächsten Jahr sind Spanier.“ Zudem fügte er hinzu, dass die wiederholt erzählte Erzählung, spanische oder italienische Pässe seien ein Nachteil, offenbar nicht stimmt – diese Pässe hätten weiterhin mehr Wert als andere.

Der Insider stellte auch infrage, warum Liberty Media nicht stärker im Hintergrund Druck macht. „Ich bin überrascht, dass nicht mehr hinter den Kulissen getan wird“, sagte er und erklärte, er hätte erwartet, dass Liberty die eigenen Interessen stärker in den Vordergrund stellt, indem man Fahrer priorisiert, die keine spanischen oder italienischen Pässe besitzen. In demselben Zitat wird das Thema als breiteres Ungleichgewicht gerahmt: Das Grid werde, so der Insider, weiterhin von Spaniern und Italienern dominiert.

Der Bericht ordnet das mit Zahlen ein: Spanien und Italien stellten bereits 14 der 22 Fahrer im Feld. Dem stellt er die Formel 1 gegenüber, wo Liberty’s weiteres großes Motorsport-Engagement Berichten zufolge 15 verschiedene Nationalitäten unter 22 Fahrern aufweist.

Auch wenn der Insider zugibt, dass Italien und Spanien „die Herzländer des Sports“ seien, verweist er auf einen möglichen Nachteil, wenn man sich zu stark auf nur diese Märkte verlässt. Der Bericht verknüpft das mit der Sicht von Ducati-Boss Davide Tardozzi, dass MotoGP in Italien seit dem Rücktritt von Valentino Rossi an Popularität verloren habe. Außerdem wird die Publikumsreaktion beim spanischen GP erwähnt, als Marc Marquez ausfiel – als Hinweis darauf, dass sich ein ähnliches Muster zeigen könnte, sobald er den Sport irgendwann endgültig verlässt.

Die Story enthält zudem einen Aspekt rund um Sitzrisiken und kommerziellen Wert. Es heißt, Trackhouse-Pilot Raul Fernandez sei gefährdet, seinen Platz zu verlieren, weil ihm „mediale Attraktivität“ fehle. Weiter wird darauf hingewiesen, dass der australische Moto2-Ausnahmesportler Senna Agius möglicherweise kommerziell wertvoller sei – insbesondere mit dem bevorstehenden Adelaide-GP – und bereits mit Trackhouse in Verbindung gebracht wurde.

In Summe zeichnet der Bericht Ducati’s Planungen für 2027 als Zündstoff für Liberty Medias größeren Auftrag: sportliche Entscheidungen mit kommerzieller Reichweite in Einklang zu bringen und die Frage zu adressieren, ob der Talent-Nachwuchs im Sport zu stark auf zwei Länder konzentriert ist.

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