PIRELLI WÄHLT ZWEI SUPERSOFT-OPTIONEN FÜR MUGELLO
25 May·

Pirelli hat für das Wochenende des Italienischen Grand Prix 2026 in Mugello einen weicheren Ansatz bei den Hinterreifen bestätigt – mit dem besonderen Fokus auf Moto2. Für das Rennen stehen den Moto2-Piloten zwei Supersoft-Optionen zur Auswahl: der Standard SCX sowie eine Entwicklungsvariante namens F0192.
Der SCX ist nicht identisch mit der Supersoft-Spezifikation aus dem Vorjahr. Pirelli erklärt, dass der in dieser Saison angebotene Standard-SCX der Entwicklungs-Spezifikation E0126 entspricht, die 2026 als neuer Standard-Supersoft eingeführt werden soll. Parallel dazu feiert der Entwicklungs-Supersoft F0192 in diesem Jahr seinen zweiten Auftritt: Nach seinem Debüt beim Grand Prix von Spanien wurde er dort von vielen Fahrern für das Rennen gewählt.
Obwohl beide Supersoft-Reifen dieselbe Grundkonstruktion besitzen, unterscheiden sie sich im Gummimaterial. Pirellis erklärtes Ziel mit dem F0192 ist es, den Verschleiß zu reduzieren und über die Renndistanz hinweg konstantere Leistungen zu ermöglichen.
Keiner der beiden Supersoft-Komponenten wurde bisher von Moto2-Fahrern in Mugello eingesetzt. Der SCX ist den Piloten jedoch bereits aus dieser Saison bekannt, da er in Rennen in den USA, in Spanien und in Frankreich verwendet wurde. Auf der Strecke selbst gab es in der Moto2-Klasse bislang weder den SCX noch den F0192.
Mit Blick auf die jüngsten Mugello-Ausgaben sagt Pirelli: Im Rennen 2025 verwendeten alle Moto2-Fahrer den SCX in der Spezifikation von 2025, der üblicherweise mit dem weichen SC1 kombiniert wurde. In Moto3 war die Wahl beim weichen SC1 einstimmig; vorne gab es dagegen eine Aufteilung: 14 von 26 Fahrern setzten auf das Medium SC2, der Rest auf das weiche SC1.
Motorrad-Rennsportdirektor Giorgio Barbier erinnerte zudem an Pirellis erste Mugello-Erfahrung im Kalender. „2024, im Jahr des Debüts von Pirelli im Weltmeisterschaftszirkus, traten die Moto2-Fahrer in Mugello mit dem weichen SC0-Hinterreifen aus dem Sortiment an – der weichsten verfügbaren Option“, sagte Barbier. Er ergänzte, dass Pirellis Analyse gezeigt habe, dass Mugello den Reifen durch häufige Richtungswechsel und Steigungen, schnelle Kurven sowie intensives Bremsen stark beansprucht, die Strecke selbst aber nicht besonders abrasiv sei – daher sei der Verschleiß tendenziell begrenzt. „Auf Basis dieser Erkenntnisse haben wir uns letztes Jahr entschieden, auch den SCX-Supersoft-Hinterreifen einzuführen, mit dem die Fahrer in Bezug auf die Rundenzeiten eine deutlichere Leistungssteigerung erzielen konnten“, erklärte Barbier.
Für diese Ausgabe nannte Barbier als Grund für die Erweiterung der Supersoft-Auswahl die Eignung Mugellos für sehr weiche Mischungen. Die Fahrer können sowohl den SCX nutzen – der letztes Jahr als E0126-Entwicklungs-Spezifikation eingeführt wurde – als auch die zusätzliche Option F0192, die beim Grand Prix von Spanien debütierte und dort von vielen Fahrern verwendet wurde.
Da in Mugello erstmals zwei Supersoft-Hinterreifen zur Verfügung stehen, wird für Moto2 die entscheidende Frage sein, welche Mischung die Anforderungen der Strecke besser trifft – insbesondere, weil Wetterbedingungen den Grip und den Reifenabbau beeinflussen könnten. Pirelli sagte, es werde „spannend zu sehen, welcher der beiden Supersoft-Reifen sich am ähnlichsten verhält“, und ob es bei passenden Wetterverhältnissen möglich sein wird, sowohl beim Tempo für neue Rundenrekorde als auch in der Rennausdauer noch weiter zu gehen.