QUARTARARO KLAGT ÜBER YAMAHA-GRIPPROBLEME NACH DEM SPRINT IN UNGARN
3d ago·

Fabio Quartararo hat beim Ungarn-GP in dieser Saison erneut mit Problemen zu kämpfen, die ihn deutlich aus der vorderen Gruppe fernhalten. Beim Sprint in Balaton kam der Yamaha-Pilot nur auf den 17. Platz ins Ziel. Als Hauptgrund nannte Quartararo fehlenden Grip: „Besonders ohne Grip bin ich sehr damit beschäftigt, das Bike überhaupt zu fahren“, sagte er nach dem Rennen.
Der Franzose erklärte, dass das Thema für ihn zwar kein völlig neues ist, er aber aktuell deutlich stärker darunter leidet als früher. „Das ist generell ein Faktor, den ich seit Beginn meiner Zeit im MotoGP kenne, aber ich kämpfe ohne den Grip. Ich mache viele Fehler, außerdem ist das Vorderradgefühl nicht gut – ich versuche einfach, mein Bestes zu geben“, so Quartararo.
Für Yamaha sieht er dabei vor allem keine reine Frage der Motor- oder Geradeausgeschwindigkeit, sondern in Ungarn wird das Grip-Thema besonders spürbar. Die Strecke mit ihren kurzen Geraden macht den Mangel an Traktion und Stabilität für das YZR-M1 zu einem größeren Problem als in anderen Situationen.
Auch die Reifenwahl für das Sonntagsrennen sieht Quartararo nicht als Lösung. Viele Fahrer wechseln für das längere Rennen auf den Medium-Compound hinten, doch Quartararo erwartet keine spürbare Verbesserung: „Das wird nichts ändern“, sagte er auf die Frage nach dem Medium-Reifen. Er betonte zudem, dass der Grip für Yamaha insgesamt sehr schlecht sei: „Wir wissen, dass der Grip für uns wirklich, wirklich schlecht ist und es macht keinen Unterschied, ob es der Soft oder der Medium ist – wir werden kämpfen, besonders am Sonntag noch mehr.“
Trotzdem ordnete Quartararo die Entwicklung ein: In den Tests und bei früheren Rennen hatte er Fortschritte wahrgenommen. „Wir wissen, dass wir in Jerez im Test etwas Front-Feeling gefunden haben, das in Le Mans und Barcelona ziemlich gut war“, sagte er. In Ungarn habe er das Ausmaß der Probleme jedoch nicht erwartet: „Aber um ehrlich zu sein, ich habe nicht damit gerechnet, dass es hier so schlimm wird – aber wir müssen es akzeptieren.“