FABIO QUARTARARO BEURTEILT YAMAHAS NEUEN V4-FLÜGEL
22 May·

Fabio Quartararo hat beim Catalunya-Post-Race-Test ein Update an der Yamaha V4 genauer unter die Lupe genommen, dabei aber die Bedeutung der Ergebnisse heruntergespielt. Der Franzose, der am Montag im Regen-verkürzten Test hinter KTM-Pole-Qualifier Pedro Acosta Zweitschnellster gewesen war, erklärte, dass es sich vor allem um eine gezielte Arbeit an Gefühl und Abstimmung gehandelt habe. „Wir versuchen einfach, unser Gefühl mit dem Motorrad zu verbessern“, sagte Quartararo. Sein Fokus lag demnach auf mehr Konstanz, nachdem er im bisherigen Saisonverlauf insbesondere in den frühen Runden Probleme mit dem Front-Feeling hatte.
Konkret ging es bei Yamaha um eine überarbeitete Frontflügel-Lösung. Quartararo beschrieb den neuen Flügel als Kombination aus Elementen der ursprünglichen Yamaha-2026-Auslegung und der älteren „Tri-Plane“-Variante aus dem Vorjahr. Nach dem Jerez-Test hatte Quartararo bereits wieder auf den älteren Flügel von der Inline-Maschine zurückgestellt, weil er mit dem vorderen Bereich nicht zufrieden gewesen war. In Catalunya habe er nun erneut den neuen Flügel getestet: „Es ist mehr wie der Triplane. Deshalb wollte ich es testen. Aber auf der Strecke war es wirklich, wirklich ähnlich.“
Auch wenn der Testlauf mit dem neuen Flügel laut Quartararo insgesamt gut funktioniert habe, sah er klare Trade-offs. Er berichtete, dass der Grip bei viel Streckenhaftung „gut“ gewesen sei, gleichzeitig aber die Topspeed schwächer ausfiel. Quartararo führte zudem aus, dass er für seine schnellste Runde nicht wie im Qualifying gepusht habe, sondern auf saubere Läufe gesetzt habe. Er nannte dabei auch zwei aufeinanderfolgende Runden im Bereich von 1:38. Gleichzeitig bestätigte er, dass er für die Messung der Bestgeschwindigkeit einen großen Slipstream genutzt habe.
Ein weiterer Punkt: Quartararo stellte klar, dass es beim Motor-Upgrade noch nicht so weit ist. Trotz der Testaktivitäten gab es laut ihm „keinen [neuen] Motor“. Yamaha habe stattdessen einen älteren Aggregatstand mit hoher Laufleistung verwendet, was sich auch in der Geschwindigkeit widerspiegelte. „Ich denke, ich hatte heute einen großen Slipstream für meine beste Geschwindigkeit, aber im Allgemeinen war es langsam“, so Quartararo.
Der Regen am Testtag habe laut Quartararo nicht entscheidend gestört: „Wir haben alles getestet, was wir testen mussten.“ Für die nächste Station verwies er darauf, dass Quartararo und Yamaha bereits auf die schnellste Gerade der MotoGP-Saison in Mugello vorbereitet sind.