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TOPRAK: „GROSSER SCHRITT“ BEIM CATALUNYA-TEST, QUARTARARO-DATEN ZEIGEN NÄCHSTE AUFGABE

25 May·

🇬🇧

Toprak Razgatlioglu hat den Catalunya-MotoGP-Test nach dem Rennwochenende mit dem Gefühl abgeschlossen, „einen wirklich großen Schritt“ gemacht zu haben. Der amtierende WorldSBK-Champion, der erstmals mit einer MotoGP-Maschine auf dem rutschigen Circuit de Barcelona-Catalunya unterwegs war, hatte sich vor allem auf Setup-Arbeit konzentriert. Dabei arbeitete er mit Yamahas neuester V4-Chassis-Generation und stellte laut eigener Aussage eine deutliche Verbesserung vor allem in der Kurvenpassage fest.

Razgatlioglu berichtete, dass er mit dem Medium-Reifen besonders Fortschritte gemacht habe. Er beschrieb eine spürbare Steigerung beim Kurven-Einlenken und sagte, dass sich das Motorrad „besser drehen“ lasse. In seinen Aussagen betonte er zudem die Konstanz seiner Rundenzeiten: Mit dem Medium-Compound habe er sehr ähnliche Zeiten gefahren (er nannte als Beispiele 40.0, 40.1 und 40.0), während er im Alleinfahren unterwegs war. Wenn er sich im Windschatten bzw. hinter einem Fahrer orientieren könne, seien laut ihm sogar noch schnellere Zeiten im Bereich von 39.8 bis 39.7 möglich.

Der Test wurde jedoch durch Regen am Nachmittag bzw. zur Mittagszeit vorzeitig beendet. Razgatlioglu beendete die Session schließlich auf Platz 19 in der Zeitenliste, mit einem Rückstand von 1,257 Sekunden auf den Tagesschnellsten Pedro Acosta.

Ein zentraler Punkt der Auswertung waren für Razgatlioglu außerdem Datenvergleiche mit Fabio Quartararo. Aus den Vergleichen leitete er ab, dass er bei frischen Soft-Reifen noch stark in alte WorldSBK-Gewohnheiten zurückfällt, wenn es um den Time-Attack-Fokus geht. Sein Hauptproblem mit dem Soft-Compound sei, dass er die Kurvengeschwindigkeit nicht in dem Maße halten könne wie mit dem Medium-Reifen. Er erklärte, er schaue sich Quartararo-Daten an und sehe, dass Quartararo mit dem Soft-Reifen mehr Kurvengeschwindigkeit aufbauen könne.

Razgatlioglu schilderte, dass sich sein Fahrstil beim Wechsel auf den Soft-Reifen unbewusst verändert: „Wenn ich den Soft-Reifen auflege, verändert sich mein Mindset sofort“, sagte er. Er beschrieb, dass er dann etwas „Superbike-artig“ fahre. Während er mit dem Medium-Reifen offenbar ein stimmiges Gefühl für Grip und Rhythmus habe, müsse er mit dem Michelin-Soft-Reifen anders agieren: Er müsse die Kurvengeschwindigkeit stärker beibehalten und das Gas langsamer bzw. kontrollierter öffnen. Stattdessen, so Razgatlioglu, greife er eher zu einem anderen Muster – er „picks up“ und öffne mehr, um mehr Beschleunigung zu bekommen. Genau diese Abweichung müsse er laut eigener Aussage korrigieren und seinen Stil anpassen.

Auch wenn der Soft-Reifen aktuell noch Schwierigkeiten bereite, zeigte sich Razgatlioglu mit dem Medium-Reifen insgesamt zufrieden. Er sagte, dass er mit dem Medium-Compound sehr nah an den anderen Yamaha-Fahrern liege. Gleichzeitig betonte er, dass die Verbesserung mit dem Soft-Reifen entscheidend sei, weil das Qualifying in der MotoGP eine große Rolle spiele. Er verwies darauf, dass Quartararo mit dem Soft-Reifen über ein bis zwei Runden besonders stark sei und diese Stärke anschließend auch im Rennen in eine gute Pace übersetzen könne, indem er mit der vorderen Gruppe mitfahren könne.

Razgatlioglu ordnete seine Erkenntnisse damit klar in einen Lernprozess ein: Er müsse lernen, wie er mit dem Soft-Reifen die Kurvengeschwindigkeit besser konstant hält. Mit dem Medium-Reifen funktioniere sein Setup und sein Fahrgefühl dagegen bereits deutlich besser.

Seine nächste Gelegenheit, gezielt an der Time-Attack-Form und damit vor allem am Soft-Reifen zu arbeiten, sieht Razgatlioglu im bevorstehenden Italien-Grand-Prix in Mugello.

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