LORENZO SAVADORI LOBT JORGE MARTIN: KANN DINGE, DIE SOGAR MARC MARQUEZ NICHT SCHAFFT
26 May·

Aprilia-Testfahrer Lorenzo Savadori hat sich klar hinter Jorge Martins Titelambitionen für 2026 gestellt. Er ist überzeugt, dass der Spanier über eine besondere Fähigkeit verfügt, die ihn selbst von den etabliertesten Maßstäben in der MotoGP abhebt.
Martin feiert aktuell ein starkes Comeback in der Königsklasse, nachdem die Saison 2025 laut Savadori „von Verletzungen verwüstet“ wurde. Während er sich wieder an das Aprilia RS-GP gewöhnt, baut er Schritt für Schritt sein Selbstvertrauen auf. Savadoris Lob kommt dabei nicht nur zur richtigen Zeit, sondern auch unter Druck: Während Teamkollege Marco Bezzecchi zuletzt mit dem Motorrad zu kämpfen hatte, hat Martin die Entwicklung deutlich forciert – inklusive seines ersten Aprilia-Sieges in Le Mans.
Savadori beschreibt Martins Aufschwung nicht nur als reine Schnelligkeit. Im Gespräch mit GPOne sagte er, beide Aprilia-Stammpiloten seien „extrem schnell und talentiert“, und würdigte auch Martins Weltmeisterschaft 2024. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass Martin Momente erzeugen kann, die eindeutig zu ihm gehören.
„Sagen wir einfach, Jorge Martin wirkt unglaublich talentiert, unglaublich schnell, und manchmal schafft er Dinge, die vielleicht nur er kann“, so Savadori. Seiner Ansicht nach werden diese besonderen Eigenschaften nicht einfach auf dem gesamten Feld geteilt – er deutete an, dass Martins persönliches Limit Handlungen umfasst, die selbst Marc Marquez nicht nachbilden könne.
Auch auf das größere Titelbild ging Savadori ein: Da Ducati und Marquez derzeit als formschwach gelten, wirkt Martins Weg in die Titelentscheidung offener als noch zu Beginn des Jahres. Dennoch merkte Savadori an, dass Martin 2026 noch keinen Podestplatz im Grand Prix geholt hat – Verletzungen beeinflussen weiterhin seine Titelverteidigung.
Was die Rivalen betrifft, sieht Martin Marquez trotz der aktuellen Schwierigkeiten weiterhin als seinen „Hauptrivalen“. Savadoris Aussagen legten jedoch den Fokus auf Martins spezifische Stärken und nicht nur auf den Vergleich von Ergebnissen.
Darüber hinaus lieferte Savadori eine differenzierte Einschätzung zu Bezzecchi. Er bezeichnete den Italiener als „in jeder Hinsicht sehr komplett“ und verwies darauf, wie sich diese Vielseitigkeit in vielen Bereichen des Rennlebens zeigt. Genannt wurden nicht nur Bezzecchis Pace und seine Konkurrenzfähigkeit, sondern auch sein Umgang mit dem Wochenende, seine Arbeitsweise, wie er in der Box agiert und sogar, wie er mit Menschen umgeht.
„Bez ist also wirklich ein sehr runder und schneller Fahrer. Es ist großartig zu sehen, wie beide da oben miteinander um die Plätze kämpfen“, ergänzte Savadori.
Da Martins Zukunft ebenfalls ein Gesprächsthema ist – er soll 2027 zu Yamaha wechseln – blieb Savadoris Fokus auf das Hier und Jetzt gerichtet. Er machte deutlich, dass Aprilia unabhängig von allem, was danach kommt, jetzt gewinnen müsse: Entscheidend sei, dass „die Aprilia gewinnt“, und die Frage nach dem Material würde nicht der ausschlaggebende Faktor sein, wenn das Team Ergebnisse liefern kann.