GUENTHER STEINER BENENNT SEIN TRAUM-MOTOGP-TEAM MIT MARC MÁRQUEZ UND MARCO BEZZECCHI
27 May·

Guenther Steiner hat zwei hochkarätige Einschätzungen zu den größten Namen im MotoGP-Sport abgegeben: Zuerst setzte er Valentino Rossi ganz oben auf seine persönliche ewige Rangliste und skizzierte anschließend, welche Fahrer er in sein ideales Dream-Team holen würde.
Im Gespräch mit dem italienischen Outlet Moto.IT sagte der 61-Jährige, der inzwischen beim Red Bull KTM Tech3-Setup eingebunden ist, es gebe „niemanden sonst“ wie Rossi in der Motorrad-Rennsportgeschichte. Steiners Lob ging dabei über reine Resultate hinaus: Er stellte den Italiener als Fahrer und zugleich als prägende Persönlichkeit innerhalb des Sports dar. „Im Motorradbereich ist für mich Valentino eben Valentino“, sagte Steiner. Er ergänzte, dass Marc Marquez zwar „auch stark“ und „ein Phänomen“ sei, Rossi aber für ihn nicht nur ein Konkurrent ist. „Ich betrachte Valentino nicht nur als Fahrer – er ist auch eine Person, wegen seiner Persönlichkeit, wegen dem, was er in die MotoGP gebracht hat“, erklärte Steiner. „Meiner Meinung nach gibt es keinen anderen.“
Steiner verglich seine MotoGP-GOAT-Überlegungen zudem mit dem Motorsport insgesamt. Dabei nannte er Max Verstappen im Zusammenhang mit Autos und beschrieb den Niederländer als „sehr stark“ und charakterlich als „ein echter Fahrer“, wobei er betonte, dass Verstappens Rennwunsch über reine Pflicht hinausgeht. Mit Blick in die Vergangenheit verwies Steiner auf Ayrton Senna: Er habe ihn zwar nie getroffen, aber „was Ayrton Senna getan hat, ist großartig“.
Der gleiche Steiner war auch offen darüber, was er sich von Fahrern wünschen würde, wenn Geld und Rahmenbedingungen keine Rolle spielten. In einem separaten Interview nannte er Marc Marquez und Marco Bezzecchi als die beiden Fahrer für sein MotoGP-Dream-Line-up. Auf die Frage von MOW, wen er auswählen würde, wenn die Kosten kein Faktor wären, antwortete Steiner: „Definitiv Marc Marquez, dann Marco Bezzecchi, der im Moment sehr gut fährt. Und dann als Leute: Marquez und Bezzecchi … das wäre lustig.“
Steiners Bewunderung für Marquez ist seit Langem bekannt – und fällt in eine Phase, in der die aktuelle Situation des Spaniers unsicher ist, weil er verletzt ist. Es gibt Zweifel, ob er beim Italien-GP fahren kann. In Marquez’ Abwesenheit berichten die Quellen, dass Aprilia 2026 bislang die Nase vorn hat, während Bezzecchi nach den ersten sechs Rennen ganz oben in der Gesamtwertung steht.
Während Steiners Dream-Team klar ist, war er ebenso deutlich, warum das für Tech3 nicht realistisch wäre. Er sagte, Tech3 „hat nicht das Geld, noch die Ressourcen“, um einen Fahrer wie Marquez zu verpflichten, und erklärte, was er bei der Suche nach Talent priorisiert. „Das Erste ist Talent“, sagte Steiner. „Das ist das Wichtigste. Dann hängt es natürlich davon ab, welches Team man vertritt. Man muss das größte Talent finden, das unbedingt zu deinem Team kommen will.“
Anschließend betonte er die praktischen Hürden: „Und dann musst du auch das Geld haben, um ihn zu bezahlen“, fügte Steiner hinzu. Am Beispiel Marquez erklärte er, dass es „zwei Probleme“ geben würde: Marquez wolle nicht zu einem Nicht-Werksteam wechseln, und Tech3 habe nicht die finanziellen Mittel, um seinen Forderungen gerecht zu werden.
Steiners Aussagen treffen zudem inmitten anhaltender Unsicherheit rund um das zukünftige Tech3-Line-up. Das Team hat seine Fahrer für 2027 noch nicht bestätigt; der Fahrermarkt werde als schnell beschrieben, und Satellitenplätze seien weiterhin begrenzt. Die Quellen verweisen außerdem auf eine breitere Transferdynamik in der MotoGP: So soll Enea Bastianini 2027 zu Trackhouse wechseln, während KTM voraussichtlich keine Klausel ziehen wird, um ihn noch eine weitere Saison zu halten.
Vor diesem sich verschiebenden Umfeld hilft Steiners genannte Priorität – erst Talent, dann die Passung zum Team und zuletzt das Budget – dabei zu erklären, warum sein Dream-Duo aus Marquez und Bezzecchi für Tech3 eher ein Wunschtraum bleibt als eine unmittelbare Option.