TOPRAK RAZGATLIOLU IST BEGEISTERT VON PRAMACS SIGNIFIKANTEM UPDATE IN MUGELLO
1 Jun·

Toprak Razgatlioglu zeigte sich nach dem Italienischen Grand Prix besonders zufrieden mit den Fortschritten von Pramac an seinem Motorrad. Der 29-Jährige lobte vor allem eine „signifikante“ Änderung, die ihm ein deutlich besseres Gefühl bei der Motorbremse gegeben habe. Razgatlioglu hatte in den bisherigen Rennen Schwierigkeiten, sich von der Superbike-WM auf MotoGP umzustellen. Unterschiedliche Maschinen, sein Fahrstil sowie seine große Körpergröße hätten Anpassungsprobleme mit sich gebracht, was sich auch in den Ergebnissen niedergeschlagen habe: Bislang hatte er erst vier Punkte auf dem Konto.
Beim Italien-GP habe er jedoch einen spürbaren Schritt nach vorn gemacht. Laut Razgatlioglu habe das Team vor dem Warm-up eine entscheidende Veränderung vorgenommen, wodurch sich das Bike „komplett anders“ angefühlt habe. Er betonte, dass er nun die Motorbremse klar wahrnehmen und nutzen könne: Er könne „richtig“ verzögern, gleichzeitig aber mehr Tempo in die Kurven mitnehmen. Für ihn sei die Motorbremse der „Schlüssel“ zum Erfolg, weil sie ihm beim Bremsen hilft und das gewünschte Fahrgefühl erzeugt. Nach dem Start habe es zunächst etwas gedauert, bis er seinen Rhythmus gefunden hatte, anschließend habe er jedoch wieder Anschluss gefunden. Er habe Fabio Quartararo eingeholt und sei auch in der Lage gewesen, das Tempo von Franco Morbidelli mitzuhalten.
Auch unabhängig vom Rennergebnis blieb Razgatlioglu auf die technische Entwicklung fokussiert. In Mugello war er nach dem Ausfall von Alex Rins als Yamaha-Fahrer der bestplatzierte Yamaha-Pilot, kam als 15. ins Ziel und lag damit vor seinem Teamkollegen Jack Miller. Wegen eines Track-Limits-Delikts wurde er jedoch um eine Position zurückgestuft. Trotzdem zeigte er sich nicht enttäuscht, sondern hob erneut die Arbeit von Pramac hervor. Er erklärte, dass es für ihn „irrelevant“ sei, nicht mehr der beste Yamaha-Fahrer zu sein, und stellte stattdessen die Zufriedenheit mit dem Setup in den Vordergrund. Wenn das Team mit dieser Konfiguration direkt nach Balaton fährt – einem Kurs, der besser zu seinem Stil passt – sei er „wirklich glücklich“.